Autorin, Speakerin, Coach

Jahrgang 1967
3 Kinder

Stationen:

2018 Gründung von Kunst für Demokratie gUG
seit 2001 freie Autorin und Coach, Speakerin
verschiedener Publikationen (Bücher, Online-Texte, Print-Texte) zu den Themen Gesellschaft, Leben, Psychologie
Initiatorin der Aktion „Kunst gegen Kälte“
Organisatorin und Initiatorin der ersten deutschen Online-Petition: „Deutschland rauchfrei“
bis 2015 freie Mitarbeiterin BIO Magazin
2006 bis heute Coach „garage Berlin“
bis 2007 Dozentin „Gründer beraten Gründer“
2001 Praktikum SFB (heute RBB) Nachrichtenredaktion
bis 2000 Dozentin an der Professor Vogler Schule für Physiotherapie

In einem Interview wurde ich einmal gefragt, was mich antreibt. Drei Erfahrungen sind mir eingefallen, die heute mein Handeln maßgeblich bestimmen. Zum einen die Tatsache, dass ich meinen leiblichen Vater nicht kenne. Er verweigert bis heute den Kontakt zu mir. Das hat mich viele Jahre umgetrieben. 2015 habe ich ein Buch über das Thema Vaterentbehrung veröffentlicht. Im Zuge der Recherche ist mir deutlich geworden, wie viele Menschen unter Vaterentbehrung leiden und wie sehr dieses Thema, sozusagen aus dem Untergrund heraus, unsere Gesellschaft steuert und beeinflusst. Darum engagiere ich mich für Geschlechtergerechtigkeit, denn heute werden Väter den Kindern nicht mehr durch Kriege genommen, sondern durch Trennungen. Oft haben Väter auch keinen Bezug zu ihren Kindern, weil sie sich dem Vatersein nicht gewachsen fühlen. Es mangelt an liebevollen Vatervorbildern. Dafür ein Bewusstsein zu schaffen, ist mir ein großes Anliegen.

Die zweite Erfahrung, die mich geprägt hat, ist die Ausreise aus der DDR am 09.02.1989 – also genau ein halbes Jahr vor dem Mauerfall. Davor lagen zweieinhalb Jahre Wartezeit, in denen ich von meiner Mutter getrennt war und in denen ich viele der Repressalien, mit der eine Diktatur aufwartet, zu spüren bekam. Das ist der Grund, warum ich mich heute sehr aktiv für Menschenrechte und für Freiheit einsetze. Momentan besonders für Menschen, die aus ihren Ländern fliehen mussten, weil dort Krieg herrscht oder die wirtschaftlichen Verhältnisse so katastrophal sind, dass ein stabiles Leben nicht gegeben ist. Als Helferin war ich 2016/17 auf Lesbos und in Idomeni und ich habe gemeinsam mit meinem Mann einen Hilfsgütertransport nach Griechenland organisiert. Weitergeführt wird mein Engagement durch die Firmengründung von „Kunst für Demokratie gUG“ und meine Rednerauftritte. Für mich gilt das Grundgesetz und die Menschenrechtskonventionen. Jeder Mensch ist gleich und jeder Mensch hat das Recht, dorthin zu gehen, wo er sein, sich entwickeln und sich ein lebenswürdiges Leben aufbauen kann.

Die dritte Antriebskomponente ist meine Liebe zur Natur, zur Sprache, zu den Menschen, zur Kunst – zum Leben an sich. Für mich ist dieses Leben ein Geschenk, das ich voller Demut annehme und gestalte. Es schmerzt mich zu sehen, wenn Menschen ihr Potential nicht leben können, und wie sie die Erde und sich selbst zerstören. Tief im Kern sind wir alle liebende Wesen und was es braucht, um an diesen Kern zu kommen, ist ein innerer Kompass. Manche nennen ihn Würde, andere Selbstermächtigung oder Selbstverantwortung. Menschen an diesen Kern zu führen – sei es durch das, was ich sage, schreibe oder anstoße, liegt mir sehr am Herzen. Ich ein Mensch, der die Vision hat, dass wir es gemeinsam schaffen, diese Erde zu einem friedlichen und liebevollen Ort für alle zu gestalten. Ganz ohne Ressourcen-Verschwendung, Umweltverschmutzung, Krieg und Ausbeutung. Das zu erreichen, dafür stehe ich jeden Morgen auf.